Konzeption

Konzeption

 

Zu meiner Person:

 

Kinder und deren Eltern auf ihrem Lebensweg zu begleiten und zu unterstützen,

ist die wichtigste und schönste Arbeit, die ich mir vorstellen kann.

 

Darum bin ich seit 1991, als ich durch Anfrage einer Freundin ihr Kind als mein erstes Tageskind aufnahm, Tagesmutter geblieben und nicht mehr in meinen erlernten Beruf zurückgekehrt. Bis kurz vor der Geburt meines ersten Kindes, hatte ich, als Medizinische Fachangestellte beim Kinderarzt gearbeitet.

Meine eigenen Kinder, 1991, 1993 und 2000 geboren, haben in dieser Zeit viele, auch langjährige Freundschaften mit ihren Tagesgeschwistern erleben dürfen. 

 

Geboren bin ich 1966 in Bruchsal und habe den größten Teil meiner Kindheit in der Natur verbringen können. Wir wohnten sehr dörflich und recht nah am Wald. Damals spielten alle Kinder die meiste Zeit draußen und man musste nicht erst was ausmachen, um Spielkameraden zu haben. In den Kindergarten gingen die wenigsten. Es war üblich, daß die größeren auf die kleineren Kinder aufpassten wenn die Eltern nicht da waren.

Viele Jahre hatte ich dann, als Erwachsene, in Karlsruhe, in der Stadtmitte gewohnt und mein Ziel war immer, zurück aufs Land zu ziehen. Hier in Hamberg lebe ich seit 2006 und bin glücklich wieder so nah mit der Natur verbunden zu wohnen.

 

 

 

Räumlichkeiten:

 

Direkt neben unserem Haus und hinter dem Garten grenzt derzeit eine große Wiese an.

Im Haus selbst nutzen wir gemeinsam mit den Tageskindern das Erdgeschoss, hier gibt es viel Platz und auch ein extra Spielzimmer.

Im oberen Stockwerk befinden sich die Schlafräume der Familie und der Gastkinder.

Im Hof kann man toll Bobby Car, Roller, Kettcar, Skateboard oder Inliner fahren; Stelzen laufen, Sandeln, Basketball, Fußball oder Tischtennis spielen ...

Hinter der großen Scheune befindet sich unser Garten, mit Sommerküche und ehemaligem Bienenhäuschen. Hier hängen Schaukeln im Baum, im Sommer auch Hängematten, es gibt Wasser zum plantschen und selbstangebautes Obst und Gemüse zu naschen.

Auf der großen Wiese gibt es Kletterbäume und jede Menge Abenteuer.

Haustiere zum streicheln, füttern und schmunzeln sind vertreten durch unsere Katzen.

Der Aufenthalt und das Spiel in der Natur sind normalerweise sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag fester Baustein im Tagesablauf.

Alltäglich sind wir im und um den Garten herum zu finden.

Des Öfteren sind wir mit dem Boller- und Kinderwagen oder mit Fahrrad  und Fahrradanhänger unterwegs; in der näheren Umgebung, auf der Wiese und im Wald.

Aber auch gelegentliche Ausflüge mit dem Auto im weiteren Umfeld zum Reiterhof, Bauernhof, zur Bücherei, ins Schwimmbad, auf den Büchelberg, oder Betzenbuckel, an Bach und Quelle … sind je nach Alter der Kinder fest mit eingeplant.

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Schwerpunkte

 

Grundlegend stehen für mich zuerst wichtige Bedürfnisse, die Kinder haben wie:

 

Geborgenheit, Liebe, Vertrauen, Sicherheit, Aufmerksamkeit, ...

 

im Vordergrund.

 

Erst wenn diese ausreichend befriedigt sind, ist ein Kind bereit für mehr, wie Anleitung, Unterstützung, Förderung, selbst für eigenständiges, freies Spielen halte ich diese Voraussetzungen für absolut notwendig.

Aus diesem Grund ist eine sehr gute Eingewöhnung, im Beisein eines Elternteils die Basis für die weitere Beziehung zwischen denTageskindern und mir.

 

 

Freispiel

Ich erlebe die Kinder immer wieder dabei, wie sehr sie ins Spiel versinken und darin aufleben können, wenn ihre eigene Phantasie gefragt ist.

In diesem Freispiel ver- und erarbeiten sie Erlebtes und zu Erlernendes.

Für mich ist es ganz arg wichtig, die Kinder bewusst wahrzunehmen, um ihnen dadurch geeignete Dinge und Gelegenheiten anbieten zu können, denn jedes Kind hat seinen eigenen Entwicklungsplan inne.

Lernen und Fördern sind ganz individuell, aber immer darauf ausgerichtet diskret zu unterstützen, mit zu helfen wo erforderlich, Missgeschicke ab und an, einfach großzügig zu übersehen und jeden Erfolg aufrichtig anzuerkennen.

Denn was die Kinder für die Zukunft brauchen, ist Spaß am Lernen. Neugierig bleiben, Fragen stellen, Lösungen suchen – das sind entscheidende Kompetenzen.

 

Gemeinsam mit den Kindern verbringe ich viel Zeit in der Natur, hier gibt es viele unterschiedliche Dinge, die noch nicht an einen Zweck gebunden sind.

Innerhalb kürzester Zeit entstehen die wunderbarsten Spiele.

Es gibt viel zu entdecken in einer lebendigen Umgebung.

Im Haus lieben es die Kinder mit den verschiedensten Alltagsgegenständen zu spielen. Sie wollen die Tätigkeiten der „Großen“ nachahmen, wissen aber noch allerhand anderes damit anzufangen.

Freies Spiel findet bei mir aber auch durchaus während angebotener Tätigkeiten statt, oder ergibt sich daraus. Beim Backen, Kochen, Geschirrspülen, Getreide- oder Kaffeemahlen … bei Malen, Basteln, Handarbeiten, Werken, Schnitzen, Gärtnern und Bauen …

 

Sprachförderung

ein sehr wichtiger Punkt ist für mich die Sprachförderung.

Diese findet durchgehend wie ein roter Faden, im Alltag statt und beinhaltet sprechen, erzählen, singen und natürlich auch sich nonverbal auszudrücken, zum Beispiel über gemalte Bilder oder gebastelte Gegenstände, Selbstgebackenes usw …  dies gehört ebenso mit dazu, wie einander aufmerksam zuzuhören.

Sprache ist sehr wichtig für ein gesundes Sozialverhalten welches den Kindern eigentlich innewohnt, und durch alltägliches Erleben von Gemeinschaft gefördert wird.

Oft erreicht man Verständigung und Vertrauen unter den Kindern durch das vermittelnde Erklären von Gesten und Bemerkungen.

Sprache öffnet das Tor zur Welt und ist damit eine der grundlegenden Kulturtechniken, die in erster Linie durch den Sprachgebrauch mit den engsten Kontaktpersonen erworben wird. Von der ersten Minute unseres Lebens an senden wir Signale, um unsere Bedürfnisse anderen Menschen mitzuteilen.

Sprache wird durch sprechen gelernt. Ich spreche sehr viel mit den Kindern, … nichts desto trotz kann ich aber auch mit den Kindern, einfach nur das Tun oder die Stille genießen.

 

 

 

Grundlagen

Ebenso wie die Bedürfnisse der Kinder grundlegend sind, erfordert das Zusammenleben bestimmte Vereinbarungen ohne die es schnell zu Unzufriedenheit und Chaos kommen kann.

Wir richten, beginnen und beenden die Mahlzeiten alle gemeinsam, räumen zusammen auf, entschuldigen uns für grobes Verhalten, warten aufeinander  beim Anziehen oder bis ein Spielzeug weitergegeben wird, gehen alle zusammen raus und auch wieder rein, dann wenn es Zeit dafür ist.

Wir helfen einander und zusammen…

Kindern kann man diese Vereinbarungen wunderbar in Form von Ritualen näher bringen.

Rituale, Regeln, Grenzen ... mit Liebe, Aufmerksamkeit und gegenseitigem Respekt.

Sich gegenseitig beachten und wertschätzen, erfordert aufrichtiges Handeln, welches Kinder nur dadurch wahrnehmen und in sich aufbauen können, wenn sie es selbst erleben. Dabei kommt es in erster Linie nicht darauf an, was ich zu den Kindern sage, sondern was ich selbst vorlebe.

Genauso wichtig ist es den Kindern ausreichend Gelegenheit zu geben die vielfältigsten Erfahrungen zu sammeln.

Sie lernen hauptsächlich über den Weg der eigenen Wahrnehmung und durch eigene Erlebnise. Die Sinne spielen hier eine ganz große Rolle. Ich kann einem Kind nicht erklären was die Farbe Rot ist, oder wie ein Hund aussieht, das Kind muss es im Alltag immer wieder erleben und seine eigenen Erfahrungen damit machen.

Viele unterschiedliche Anregungen, unterschiedliche Materialien und Situationen, die eigenständig entdeckt und erforscht werden können, sind daher besonders wichtig.

Manche Ansätze mögen vielleicht auf den ersten Blick banal und selbstverständlich erscheinen. Das Gegenteil ist der Fall. Kinder brauchen eine Vielzahl an alltäglichen Ereignissen und Erfahrungen um diese später auf andere Dinge übertragen zu können.

Ein Kind, das z.B. altersentsprechende Tischspiele macht, würde immer Schwierigkeiten haben die gewünschten Aufgaben zu lösen, wenn es keinen direkten Bezug zum Alltag herstellen könnte und ihm entsprechende Verknüpfungspunkte fehlten. Denn solche Lernformen machen nur einen kleinen Teil des kindlichen Lernens aus.

Die Kinder lernen, was es heißt Verantwortung zu tragen, Entscheidungen zu treffen und kleine Aufgaben zu übernehmen.

Widerstandsfähigkeit entwickeln um den späteren Gegebenheiten des Lebens wie Stress und Hektik... selbstsicher und standfest zu begegnen.

Wichtige Elemente sind für mich in der Erziehung, Wald-, Wildniss-, Montessori- und Waldorfpädagogik, die sich für mich nicht widersprechen sondern passend ergänzen.

 

 

 

Spiele und Spielzeug

Dinge zweckentfremden und Erfahrungen machen!

Den Körper wahrnehmen, Zusammenhänge begreifen und der Fantasie freien Lauf lassen... das geht auch oft ganz ohne Spielzeug.

Ich unterstütze die Kinder im Spielen mit allem möglichen Zeugs, immer und überall finden sie Dinge die sie ansprechen.

Einerseits kann Spielzeug Kreativität fördern und gehört zu der Lebenswelt des Kindes. Andererseits ist es wichtig, den Kindern einen Rahmen zu bieten, in dem sie sich auf „sich“ konzentrieren und „sich“ ausprobieren können.

Puppe und Puppenküche, Tücher, Sitzkreisel, Mal- und Bastelsachen, Puzzle, Teddy und Trommel, Autos und Holzeisenbahn, Bälle und Bauklötze, Lego und Duplobausteine, Bilderbücher, Brettspiele, Domino oder Memory sind klassische Spielsachen, die so oder in ähnlicher Form auch in tiefe Spielerfahrungen führen.

Handelnd lernen die Kinder die Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten ihrer Umwelt kennen. Schon das sich Aufrichten und Gehen lernen stellt das Kind in die Erfahrung der Schwerkraft und in die Dimensionen des Raumes.

Später werden Schwung, Auftrieb, Schwerkraft, Fliehkraft, Reibung usw. leiblich erfahren im Schaukeln, Seilspringen, Karussell fahren, Wippen, Rutschen.

Das solchermaßen Erlebte wird im Spiel nachvollzogen, indem die Kinder z.B. Kastanien auf schief gelegten Brettern herunterrollen lassen, oder indem Murmelbahnen, Brücken und Türme gebaut werden. Hebelgesetze, Statik, Balance werden dabei erprobt. Im Tanzen und im Reigen werden geometrische Formen wie Kreis und Mittelpunkt, Oval, Gerade, Spirale, Innen/Außen, Oben/Unten, Rechts/Links durch die eigenen körperlichen Bewegungen unbewusst erlebt. Räumliche Vorstellungskraft und das Gefühl für Proportionen schulen sich daran.

 

 

 

Flow

Ich versuche dem Kind so lange unterstützend zur Seite zu stehen, bis es ins fließen kommt, d.h. es findet eine Tätigkeit die es in seinem Innersten befriedigt. Es ist nun in der eigenen Welt versunken und geht im wahrsten Sinne darin auf.

Montessori: „Daher ist es unser Ziel, das Kind nicht nur zum bloßen Verstehen zu führen, und noch weniger zum Auswendiglernen zu zwingen, sondern seine Phantasie anzustoßen, so dass es sich zutiefst begeistert. Wir wollen keine selbstzufriedenen Schüler, sondern leidenschaftliche...“

Das Kind ist fasziniert von der Möglichkeit, in immer weitere Räume der Erkenntnis vorzudringen und damit seinen Geist zu kräftigen und zu klären.

Der Verlauf der frühen Kindheit ist von entscheidender Bedeutung für die ganze spätere Biographie eines Menschen. Ich will mich dafür einsetzen, dass den Kindern ihr Kindsein ermöglicht und gelassen wird - es ist das Fundament ihres Lebens.

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Eingewöhnung

 

Die Eltern lernen unsere Familie kennen und umgekehrt. Das Kind probiert Spielsachen aus, lernt die Räumlichkeiten kennen, wird mit uns und der Umgebung vertraut.

Mit Respekt und je nach Toleranz des Kindes, finden mit der Zeit erste Spiele und tiefere Begegnungen statt, das kleine Kind lacht, lässt sich hochnehmen, füttern; auch ablenken wenn die Eltern mal, zum Ausprobieren außer Sichtweite gehen.

Das ältere Kind läuft schon mal mit den Tagesgeschwistern in ein anderes Zimmer zum Spielen, äußert Wünsche, man kommt ins Gespräch und wird miteinander warm.

Bei Terminen zum gegenseitigen Kennenlernen bespreche ich mit den Eltern alles

rund um´s Kind:

 

-Was ist den Eltern wichtig, wie lassen sich die Vorstellungen verwirklichen?

-Wie sieht der Tagesablauf zu Hause aus?

-Was kann das Kind, was macht ihm Spaß?

-Wie drückt es Bedürfnisse aus, welchen Wortschatz hat das Kind?

-Welche Besonderheiten sind beim jeweiligen Kind zu berücksichtigen,

-Allergien und ähnliches, Vorlieben,   Abneigungen, Ängste.

-Wie sieht bei uns der Tagesablauf aus, welche Regeln gibt es bei uns in der Familie.

-Welche Rituale nehme ich zu Hilfe um das Kind einzugewöhnen.

 

 

Nach der Kennenlernphase vereinbare ich mit den Eltern weitere Besuche nach Absprache mehrmals wöchentlich.

Ideal ist es daher rechtzeitig (1-2 Monate) vor dem ersten Arbeitstag mit der Eingewöhnung zu beginnen.

 

Drei Wochen vor Arbeitsbeginn treffen wir uns nach Möglichkeit dreimal die Woche und ab der vorletzten Woche täglich. Nach drei auf einander folgenden Tagen wird  das Kind dann nach einer gewissen Zeit zum ersten Mal ohne die Eltern für ca. eine viertel Stunde alleine da bleiben, die Eltern sind abrufbereit. 

Danach besprechen wir kurz wie es war und wie wir es beim nächsten Mal machen werden.

 

Normalerweise wird die Zeitspanne, des "Alleine da Bleibens", dann je nachdem wie das Kind reagiert hatte ausgeweitet, ist abzusehen, das die Zeit zu lange ist, sind die Eltern erreichbar und kommen früher, bis dann nach eingekehrter Routine die Eltern das Kind abgeben und wieder abholen.

 

Nur in einem dringenden Fall sollte eine verkürzte Eingewöhnungzeit ausreichen müssen.

Mit den Eltern vereinbare ich gegebenenfalls in regelmäßigem Abstand und nach Bedarf, Gesprächs- bzw. Besuchstermine um sie am Geschehen teilhaben zu lassen und um Aktuelles zu besprechen.

Wechselwäsche, Trinkflasche, Windeln, Regenkleidung, Gummistiefel, leichte geräuscharme Hausschuhe, Schnuller sowie spezielle Nahrungsmittel können, je nachdem bei mir bleiben oder in einem eigenen Rucksack täglich mitgebracht werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Betreuungszeiten

 

Bei mir gibt es eigentlich keine Einschränkungen bezüglich der Betreuungszeiten, gerne betreue ich die Kinder auch mal am Wochenende.

Manchmal habe ich Kinder, die bis spät abends da bleiben oder auch übernachten.

Vor dem Einschlafen gibt es dann je nach Alter eine Vorlese- /Erzählgeschichte, die vielleicht noch etwas aus dem Tagesgeschehen aufgreift, oder ein Gespräch und ein offenes Ohr für Erlebtes.

Mit der Aussicht auf den nächsten Tag wird dann Gute Nacht gesagt.

 

 

 

 

 

4. Alter der Kinder

 

Das Alter der Kinder variiert ständig, mal sind es mehr kleinere manchmal mehr größere und meistens gut gemischt.

Grundsätzlich betreue ich Kinder jeden Alters, vom Neugeborenen bis zum Teenager, auch Kinder mit Einschränkungen und Behinderungen.

 

 

 

 

 

5. Kosten

 

 

Inzwischen kann jeder unabhängig vom Einkommen, beim Jugendamt einen Zuschuss zur berufsbedingten Kinderbetreuung beantragen. Die Zuschüsse sind je nachdem wie viele Kinder im Elterlichen Haushalt leben, gestaffelt.

Derzeit zahlen Eltern ca. zwischen 0,60 €/4 Kindern und 2,- €/1 Kind, Eigenanteil pro betreute Stunde

 

Für ab 1 bis unter 3 Jahre alte Kinder wird seit August 2013, außerdem für bis zu 20 Stunden wöchentlich, auch nicht berufsbedingte Betreuung bezuschusst.

 

Die Betreuungskosten betragen ohne Zuschuss vom Jugendamt  6,50 € / betreute Stunde / Kind.

 

Es kann auch eine gelegentliche Stundenweise Betreuung genutzt werden, z.B. um Einkäufe zu erledigen, Arzttermine oder ähnliches wahrzunehmen, oder auch einfach mal Zeit für sich zu haben.   

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                        

6. Zusammenarbeit

 

Ich arbeite mit den ortsansässigen Tagesmüttern, der Gemeindeverwaltung Neuhausen, den Gemeindekindergärten, den umliegenden Waldkindergärten, verschiedenen Tagesmüttervereinen, dem Krankenpflegeverein Neuhausen,  dem Jugendamt des Landratsamtes, dem Deutschen Kinderschutzbund, sowie der Lebenshilfe Pforzheim, der Outdoorschule Süd  und der Natur-Wildnis- und Survivalschule in Gündelbach zusammen.

Und natürlich mit den verschiedensten Eltern und Kindern.

 

 

 

 

 

7. Qualifikation

 

Ich besuche regelmäßig übers Jahr verteilt verschiedene Vorträge und Kurse zur Praxisorientierten Weiterbildung.

Diese finden teilweise bei Tagesmüttervereinen, aber auch in anderen Einrichtungen statt, wie zum Beispiel in örtlichen Kindergärten oder beim Waldorfkidergartenseminar in Stuttgart, …

2013 habe ich eine Auffrischqualifikation für erfahrene Tagesmütter im Umfang von 160 Unterrichtseinheiten, sowie eine Zusatzqualifikation für die Betreuung von Kindern in anderen geeigneten Räumen, außerhalb der häuslichen Tagespflege im Umfang von 50 UE besucht, sowie ein 3-tägiges Praktikum in der Kinderkrippe Steinegg und einen Kurs in Waldorfpädagogik absolviert.

Seit März 2015 mache ich eine Ausbildung zur Wildnispädagogin. 

2016 startete ich eine Ausbildung zur Lernbegleiterin für natürliches Lernen.

Ich habe eine Pflegeerlaubnis vom Jugendamt Enzkreis.

 

 

 

 

8. Erziehungsziele

 

... ich habe

  •  Menschen um mich, die mir vertrauen und mich bedingungslos lieben,
  • Menschen um mich, die mir Grenzen setzen, an denen ich mich orientieren kann und die mich vor Gefahren schützen,
  • Menschen um mich, die mich dabei unterstützen und bestärken, selbstbestimmt zu handeln,
  • Menschen um mich, die mir helfen, wenn ich krank oder in Gefahr bin und die mich darin unterstützen, Neues zu lernen.

 

 

... ich bin

  • eine Person, die von anderen wertgeschätzt und geliebt wird,
  • froh, anderen helfen zu können und ihnen meine Anteilnahme zu signalisieren,
  • respektvoll gegenüber mir selbst und anderen,
  • verantwortungsbewusst für das, was ich tue,
  • zuversichtlich, dass alles gut wird.

 

 

... ich kann

  • mit anderen sprechen, wenn mich etwas ängstigt oder mir Sorgen bereitet,
  • Lösungen für Probleme finden, mit denen ich konfrontiert werde,
  • spüren, wann es richtig ist, eigenständig zu handeln oder ein Gespräch zu suchen,
  • jemanden finden, der mir hilft, wenn ich Unterstützung brauche.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9. Tagesablauf

 

Da die Zeit, zu der die Kinder ankommen, sehr unterschiedlich sein kann, hat jedes Kind sein individuelles Ritual zum Ankommen.

Mit den Eltern tausche ich mich wenn nötig kurz über Erlebtes und Wichtiges aus.

Vor dem Spiel im Freien haben die Kinder erst noch eine gewisse Zeit im Haus um vielfältigste Grundbedürfnisse zu stillen.

In der Frühe biete ich, bei Bedarf ein auf die einzelnen Kinder angepasstes, gesundes Frühstück an. Bei der Zubereitung wird dem Alter entsprechend mitgeholfen oder ein freies Spiel bis zum gemeinsamen Essen gewählt.

Nach dem Aufräumen und Tischdecken sitzen wir alle gemeinsam vergnügt zusammen und jedes Kind lernt mit der Zeit immer selbständiger zu essen; Löffel, Gabel, Messer und Tasse zu gebrauchen. Diese Zeit nutze ich auch ganz bewusst um mit den Kindern zu reden, Sprache zu pflegen, ihnen zuzuhören, und Umgangsformen zu erlernen.

Nach dem Tischabräumen, geht es nach Möglichkeit täglich raus.

 

Meist in den Garten,  auf den Hof oder auf die Wiese. Hier finden sie ins freie Spiel oder widmen sich Angeboten, oder das eine ergibt sich aus dem anderen.

Wir gehen öfter in den Wald in der nächsten Umgebung, manches Mal auch an weiter entlegene Waldgebiete, oder zu meinen Wiesen, die zwischen Hamberg und Steinegg, und in Schellbronn am Waldrand liegen, gelegentlich fahren wir an einen Bach, die nahegelegene Würm und auch mal weiter an die Nagold , meist genügt jedoch ein kleines Rinnsal welches hier und da in direkter Nähe zu finden ist, ab und an besuchen wir die Tiere im Wildpark, fahren zum Reiterhof, erklimmen den Büchelberg und den Betzenbuckel, schauen beim Bauern oder Schäfer vorbei, versorgen uns mit Allerlei aus der Bücherei …

 

Vor dem Mittagsschlaf gehen wir meistens wieder rein aber im Frühling/Sommer verbringen wir je nach Wetter auch öfter mal den ganzen Tag draußen.

 

Nach kleinem Imbiss und je nach Kind, Windelwechsel lässt es sich gut schlafen.

 

Zum Einschlafen setzte ich mich aufs Bett/ an die Hängematte, oder wiege die Kinder im Arm, je nach Absprache mit den Eltern. Dann singe ich immer das gleiche Schlaflied und im Nu sind alle Müden im Land der Träume.

 

Die Zeit danach ist dann meist auch für mich etwas ruhiger und während die Kinder schlafen kann ich mich der Fertigstellung des Mittagessens drinnen oder draußen oder Verwaltungstätigkeiten widmen.

 

Manche Kinder kommen auch jetzt erst oder werden schon vor oder direkt nach dem Schlafen abgeholt.

 

Gemeinsam richten wir den Tisch und helfen auch beim Abräumen zusammen.

Beim Essen gibt es Regeln die in der Gemeinschaft mit den anderen auch meistens gerne eingehalten werden.

 

 Je nachdem gehen einige Kinder nach dem Essen heim.

 

Am Nachmittag finden die Kinder wieder ins freie Spiel oder widmen sich Angeboten, je nach Wetterlage drinnen und draußen.

Vor Ort oder bei den verschiedensten Ausflügen und Unternehmungen.

 

Die Kinder die bis abends bleiben erhalten zwischendurch nochmal einen Imbiss oder ein Abendessen, je nach Absprache mit den Eltern. Dies ist dann eine eher besinnliche Zeit, in der ruhigere Tätigkeiten favorisiert werden.

 

Beim Essen zubereiten darf jederzeit mitgestaltet und mitgeholfen werden.

 

 

 

 

 

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